Generalversammlung 2021

Mit der Begrüßung und der Bekanntgabe der Tagesordnung wurde die Hauptversammlung der Stadt- und Feuerwehrkapelle Schiltach in der Gemeindehalle Vorderlehengericht durch die Vorsitzende Susanne Schmider begonnen. Die Bestuhlung im Veranstaltungsraum war mit Abständen ausgeführt und die Teilnehmer mussten entsprechend der Corona-Hygiene-Regeln Maske tragen und geimpft, genesen oder getestet sein.

Da in 2020 das Jahreskonzert ausgefallen war und eine Durchführung auch für 2021 unsicher ist, war die Ehrung von Jungmusikern durch die Jugendleitung ausnahmsweise in diese Vereinsveranstaltung verlegt worden. Die Musikschüler Alyah Brede, Jule Hahn, Lara Löffler, Lena Schmieder und Emma Sum wurden für die bestanden Prüfung am D1-Lehrgang ausgezeichnet. Für die Teilnahme am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ erhielten Till Bleile, Yannick Herzog, Jeanloup Pineau-Dufaut und Emma Sum für 2020 und Alyah Brede für 2021 ein Präsent des Vereins. Da nicht alle Jungmusiker anwesend waren, bekommen sie die Auszeichnungen zeitnah nachgereicht.

Beim nächsten Tagesordnungspunkt wurde den in 2020 verstorbenen Vereinsmitgliedern gedacht.

Es folgte der Bericht des Schriftführers. Egon Harter informierte dabei über die Aktivitäten der Kapelle im Vereinsjahr 2020. Am Jahresanfang wurde in der Hauptversammlung im Gasthaus Sonne zusammen mit Mitgliedern und Freunden Rückblick auf das vorausgegangene Vereinsjahr gehalten. Musikalisch begann 2020 für die Kapelle mit Auftritten zu Fasnacht. So musizierte die Hauptkapelle unter der Leitung von Daniel Brede am Jubiläumsabend zum 70-jährigen Bestehen der Schiltacher Narrenzunft, am Schmutzigen Donnerstag, am Fasnachtssonntag in Schiltach und am Rosenmontag in Wolfach beim Umzug und im Schlosshof.

Ab März 2020 kam es zu vorher nicht vorstellbaren Änderungen durch die weltweite Ausbreitung des Corona Virus. Für die Kapelle bedeutete dies, dass zunächst alle Proben eingestellt wurden. Nach und nach abgesagt wurden dann im Monat Mai das Maispielen und das Kirchenkonzert in der evangelischen Stadtkirche, im Juni das Frühlingsfest der Feuerwehr, der Altstadtflohmarkt und das Stadtfest, sowie im Juli das Unterhaltungskonzert in Oberwolfach und ein Sommerkonzert, für welches es schon erste neue Überlegungen gab. Als Ersatz für das Maispielen wurde auf Vorschlag von Jonas Urbat ein Online-Projekt gestartet. Nach Zusammenmischen der Einzelstimmen und durch den Einbau in die Internetseite des Verein durch Stefan Letzin, und bei Instagram durch Petra Wollmann konnte die Aufnahme durch jedermann angehört werden.

Nachdem im Sommer 2020 die Infektionszahlen zurückgegangen waren, wurde ein zaghafter Probenbeginn mit Ensemble-, Register und später Hauptproben und einem Hygienekonzept gestartet, die im vierten Quartal aber wieder aufgehört werden mussten. Abgesagt wurden dann auch die fürs zweite Halbjahr geplanten Auftritte wie Bauernmarkt, Feuerwehrschlussprobe, Volkstrauertag, Jahreskonzert und Silvesterzug.

Egon Harter berichtete auch von den “K(r)ampfmusikern“ und einer weiteren Fasnachtsgruppe unter der Leitung von Daniel Brede und Pascal Knödler, die mit ihrer Musik und der Motto-Auswahl „Jubiläum“ bzw. „Kiss“ an Fasnacht aktiv waren. Nur geprobt und keine Auftritte hatte die „Kleine Besetzung“ unter der Leitung von Michel Wucher. Die Musiker der Hauptkapelle kamen in 2020 neben den wenigen öffentlichen Auftritten zu einem Neujahrsempfang, zwei Sommertreffen, vier Registerproben und neun Musikproben zusammen und die Mitglieder der Vorstandschaft trafen sich zu drei Vorstandssitzungen.

Die Vorsitzende Susanne Schmider hatte in ihrem Bericht keine besonderen Termine, auf die sie normalerweise eingehen würde, da es nur an Fasnacht zu öffentlichen Auftritten gekommen war. Dagegen gab es nur ein vorherrschendes Thema für das eine Wust von Vorschriften, Regelungen, Konzepten und Verordnungen, welche jeweils innerhalb weniger Tage neu berücksichtiget werden musste. Nachdem durch die Abstandsregeln das Probelokal zu klein war, durfte die Kapelle die Gemeindehalle nutzen, wofür sich die Vorsitzende bei der Stadt- und Ortschaftsverwaltung herzlich bedankte. Für die Realisierung des Online-Maispielens und der Weihnachtslieder im Netz dankte sie Jonas Urbat. Am Ende ihres Rückblicks hoffte und wünschte sie, dass es bald wieder regelmäßige Konzerte, Teilnahme an Veranstaltungen befreundeter Musikvereine und wieder eine Mitgestaltung des öffentlichen Lebens in der Gemeinde geben wird.

Im zweiten Teil ihres Berichtes dankte sie denjenigen, die sich trotz der außergewöhnlichen Situation für den Verein besonders eingesetzt hatten. Bei Yannick Herzog für die Leitung der jüngsten Hillbilly-Kids und der Nachwuchsgruppe Youngstars sowie beim Dirigenten Ralf Vosseler für die Leitung der Jugendkapelle. Sie dankte stellvertretend Daniel Brede und Ariane Dinger der Fasnetgruppe „K(r)ampfmusiker“ und auch Pascal Knödler mit der zweiten Fasnetgruppe. Weiterhin dankte sie den vielen Helfern des Vereins, Festwirtin Sylvie Dinger-Brede fürs Engagement, Kurt Otto für das Ziehen des Anhängers, dem Instrumentenwart Yannick Herzog, dem Notenwart Franz Mantel und Nico Aberle, der sich um die Uniformen kümmert, bei Stefan Letzin für die Betreuung der Homepage und bei Petra Wollmann für die Eintragungen bei Instagram. Sie bedankte sich bei Herrn Bürgermeister Thomas Haas, dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung, beim Hausmeisterteam und den Herren Grießhaber und Hoffmann und speziell auch bei Michael Grumbach, für die Hilfe mit den Vorgaben und Verordnungen. Ihr weiterer Dank ging an die Vorstandschaft, an alle Musikerinnen und Musiker, an Dirigent Ralf Vosseler und alle Mitglieder und Spender des Vereins.

Am Ende ihres Berichtes teilte die Vorsitzende noch mit, das es wegen der nur wenigen Probentermine keine Probenehrung für 2020 gibt und kündigte als Termin mit Vorbehalt noch das Jahreskonzert am 20. November an.

Im Bericht der Jugendleitung startete zuerst Maike Broghammer mit verschiedenen Zahlenangaben. Für 2020 konnte sie 7 erfreuliche Neuanmeldungen zum Lernen der Instrumente Euphonium, Klarinette, Schlagzeug, Trompete und Tenorhorn sowie die Abmeldung einer Schülerin für Querflöte vermelden. Insgesamt waren am Jahresende 32 Kinder in musikalischer Früherziehung, 10 Kinder spielen bei den Hillbilly Kids, 11 Musikschüler waren bei den Youngstars und 16 Jugendliche gehörten zu Jugendkapelle. Vanessa Schuler setzte den Bericht mit den Themen Aktivitäten und Auftritte fort. Durchgeführt wurden von der Jugendleitung ein Schlittschuhlaufen in Offenburg. Nachdem sich die Jugendlichen wegen der Pandemie nicht mehr treffen durften, wurden etwa alle zwei Monate Wettbewerbe über das  Internet durchgeführt. Die Aufgaben dieser Online-Challenges hatten Mottos wie „Lustiges Probenbild“, „Notenschlüssel legen mit Gegenständen“, „Kürbisschnitzen“ und „Weihnachtslied“. Alle Einsendungen wurden mit kleinen Präsenten belohnt und die Sieger erhielten dazu einen kleinen Notenschlüssel-Holzpokal. Im Rahmen des städtischen Sommerferienprogramms konnte für die Ferienkinder eine Musikolympiade auf dem Weg vom Probelokal zum Grumpenwiesle mit Grillabschluss angeboten werden. An Auftritten war in 2020 nur der Kinderumzug an Fasnacht möglich. Eine Grundschulwerbung und der Jugendvorspielnachmittag konnten im März noch stattfinden. Der Bericht der Jugendleitung endete mit dem Dank an die Vorstandschaft und an alle Helfer.

Horst Fleckenstein, der die Vereinskasse zusammen mit Anita Springer führte, informierte über den personellen und finanziellen Stand des Vereins. Der Verein setzte sich zum Jahresende aus 82 aktiven, 209 fördernden und 8 Ehren- Mitgliedern zusammen. Im finanziellen Teil des Berichtes gab er alle größeren Einnahmen und Ausgaben bekannt. Die Gesamteinnahmen waren dabei niedriger als die Summe der Ausgaben, wodurch sich ein Verlust ergab, der den Vereinskassenstand gegenüber dem Vorjahr reduzierte. Durch die Corona-Situation waren zwar die Ausgaben teilweise geringer, aber den Ausfall von Festaktivitäten fehlten diese Einnahmen und die Unterstützung durch die Stadt Schiltach war umso wichtiger, für die er sich besonders bedankte. Da er nicht mehr kandidierte würde, wünschte er dem neuen Kassier Erfolg und Freude, er bedankte sich abschließend für die Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft, insbesondere mit der Vorsitzenden und der Jugendleitung, sowie bei den Kassenprüfern.

Hans Fieser berichtete über die Kassenprüfung, die er zusammen mit Bernhard Schmieder am 19. März durchgeführt hatte. Es gab keinerlei Beanstandungen, alle Ein- und Ausgaben waren belegt und die Kasse sehr ordentlich geführt. Die Kassenprüfer würden schade finden, dass Horst Fleckenstein und Anita Springer ihre Ämter nicht weiterführen möchten. Die anschließend beantragte Entlastung der Kassierer erfolgte einstimmig.

Musikdirektor Ralf Vosseler drückte in seinem Bericht aus, dass es auch für ihn ein komplett anderes Vereinsjahr war, dass mit sehr vielen Einschränkungen verbunden war und in dem nur wenige Proben und teilweise nur als Ensemble- oder Registerproben möglich waren. Aufgrund der aktuellen Proben sieht er den musikalische Einbruch geringer als vermutet und er möchte die Vorbereitungen für ein Jahreskonzert mit dem Motto „1001 Nacht“ gern weiter verfolgen. Im Moment seien Zusammenhalten und den musikalischen Leistungsstand zu halten die wichtigsten Punkte und Wertungsspiel oder Konzerte kämen dann später wieder. Er freute sich über die trotzdem durchgeführten Jungmusiker-Leistungsabzeichen, bedankte sich für das gute Funktionieren mit Vorstandschaft und Vizedirigenten und hoffte abschließend wieder auf ein besseres Jahr.

Besonders großen Raum nahmen in dieser Hauptversammlung die Vereinsehrungen ein. Hier zeichnete die Vorsitzende zuerst die passiven Mitglieder von 2021 aus und dankte hier im Namen der Kapelle Gloria Joos, Beate Knöpfle und Daniel König für 20 Jahre sowie Gernot Fieser, Jürgen Letzin und Hanspeter Maier für 30 Jahre Vereinsmitgliedschaft.

Da in 2020 kein Jahreskonzert stattfinden konnte und es auch für 2021 unsicher ist, erfolgte die Ehrung von aktiven Musikern ausnahmsweise in dieser Hauptversammlung. In persönlichen Worten ging die Vorsitzenden bei allen zu ehrenden Musikern auf die Verdienste im Verein ein und überreichte zuerst Präsent und Ehrennadel an Daniel Hils für 20 Jahre. Bei Stefan Schmieder und Ehrenmitglied Hermann Brede bedankte sich die Vorsitzende für 40 jährige Musikertätigkeit und Stefan Schmieder wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Bernhard Schmieder und Gabi Wucher wurden für 50 jährige Musikertätigkeit und Mitgliedschaft im Verein mit Geschenk und Urkunde besonders geehrt. Vizepräsident Helmut Lauble nahm die Ehrung und Würdigung einer Reihe von aktiven Musikern im Namen des Musikverbandes Kinzigtal vor. Er konnte hier Michael Otto und Melanie Knödler für 25 Jahre, Hermann Brede, Stefan Schmieder und Ralf Vosseler für 40 Jahre sowie Bernhard Schmieder und Gabi Wucher für 50 Jahre auszeichnen. Bernhard Schmieder und Gabi Wucher wurden für ihre Verdienste außerdem zu Ehrenmitgliedern des Musikverbandes Kinzigtal ernannt.

Beim folgenden Tagesordnungspunkt „Wahlen zur Vorstandschaft“ übernahm Vizepräsident Helmut Lauble vom Musikverband Kinzigtal die Wahlleitung des Vorsitzenden-Amtes. Zuerst beantragte er die Entlastung der gesamten Vorstandschaft, die einstimmig erfolgte. Nachdem die erste Vorsitzende Susanne Schmider einstimmig wiedergewählt war, konnte sie selbst die Wahl der weiteren Ämter fortsetzen. Neu gewählt wurde der zweite Vorsitzende Martin Mantel und Madeleine Fleckenstein übernimmt jetzt die alleinige Kassenführung. Wiedergewählt wurde der Schriftführer Egon Harter, die Jugendleitung mit Maike Broghammer, Jana Haberer und Vanessa Schuler, die Beisitzer der passiven Mitglieder mit Harry Bühler, Wolfram Hils und Bianca Weiß, sowie die Kassenprüfer Hans Fieser und Bernhard Schieder. Bei den Beisitzern der Aktiven kommen zum wiedergewählten Daniel Brede jetzt Yannick Herzog und Michael Otto neu hinzu.

Bei „Anträge und Verschiedenes“ erfolgte die erste Wortmeldung durch die Vorsitzende Susanne Schmider selbst, um die Arbeit der bisherigen Vorstandsmitglieder mit persönlichen Worten zu würdigen und Präsente des Vereins zu überreichen. Hier bedankte sie sich bei Ihrem bisherigen Stellvertreter Pascal Knödler, bei den Kassieren Horst Fleckenstein und Anita Springer, sowie der Beisitzerin Petra Wollmann.

Die folgende Wortmeldung kam vom Kommandanten Markus Fehrenbacher von der Freiwilligen Feuerwehr Schiltach. Ihm fiel auf, dass trotz der besonderen Umstände viel im Verein passiert war und sich auch gut um die Jugendgruppen gekümmert wurde. Herzlichen Glückwunsch sagte er der neuen Vorstandschaft mit Susanne Schmider an der Spitze. Die Schlussprobe würde in 2021 ausfallen, aber vielleicht kann man sich beim Frühlingsfest im kommenden Jahr wieder gemeinsam treffen. Er wünschte alles Gute und viel Gesundheit.

Nachdem es keine Wortmeldungen mehr gab, konnte Susanne Schmider die Generalversammlung 2021 schließen. Im Anschluss zur Sitzung zeigte die Vorsitzende in einem Lichtbildervortrag noch Aufnahmen, in denen die geehrten Musiker und Jubilare des Vereins auch bei teilweise länger zurückliegenden Vereinsveranstaltungen zu sehen waren.

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